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Erste afrikanische "Marys"

Neue Generaloberin

Berichte aus Indien

Berichte aus Kenia

Berichte aus Äthiopien

Noviziat in Addis Abeba eröffnet






Erste afrikanische "Marys"

Am 27. Oktober 2013 legten 4 aus Afrika stammende Novizinnen der "Marys" ihre ersten Ordensgelübde ab.
Für die Ordensgemeinschaft der Society of the Helpers of Mary stellt dieses Ereignis einen besonderen Höhepunkt in der Geschichte ihrer Schwesterngemeinschaft dar, weil erstmalig nicht aus Indien stammende Frauen in den Orden aufgenommen wurden. Die Entscheidung der jungen äthiopischen Frauen für ein Leben in der Nachfolge von Mutter Anna Huberta ist ein Ausdruck der Anerkennung fü das Wirken der Schwestern in Afrika.
Die feierliche Aufnahme in den Orden begleiteten die Eltern der Novizinnen, alle in Äthiopien tätigen Marys, Sr. Leela und Sr. Alphonsa aus Indien, sowie der Erzbischof von Addis-Abeba.
Die Bartholomäs-Gesellschaft gratuliert und wünscht Gottes Segen.

Schwester Stella

Die afrikanischen Schwestern mit der indischen Delegation






Neue Generaloberin

Seit dem 24. Mai 2013 haben die Helpers of Mary eine neue Generaloberin. Es ist Schwester Stella, die bislang Oberin der Stationen in äthiopien und Kenia war. 1999 ging Schwester Stella zusammen mit drei Mitschwestern nach äthiopien, um dort Niederlassungen der Helpers of Mary in abgelegenen Gegenden aufzubauen.

Schwester Stella

Schwester Stella, die neue Generaloberin

Schwester Stella war vorrangig mit dem Aufbau von Schulen und Kindergärten betraut. 2010 wurde sie nach Addis Abeba gerufen, um dort im Regionalhaus die Stelle der Oberin anzutreten.
Die Bartholomäus Gesellschaft wünscht Schwester Stella viel Kraft für die neue, verantwortungsvolle Aufgabe!

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Berichte aus Indien Flagge Indien


Jahresbericht über die Arbeit der "Marys" 2011

von Sr. Leela, Generaloberin


Im Herbst 2011 war mein Besuch in der Nord-Provinz vorgesehen. Ich komme gerade zurück von meinen Besuchen in 12 Stationen in der Nord-Provinz — den Stationen Sneha Deep – Varanasi, Karunalay – Bhadohi, Prem Ashram – Gorakhpur, Snehalaya – Jafarganj, Mariam Seva Ashram – Jignara, Premal Jyoti – Varanasi, Deepanjali – Jharkhand (Ranchi), Premankur – Jalpaiguri (Madarihat), Asha Niketan – West Bengal, Sneha Dhara – Khoda(Noida) und in Madya Pradesh Vimalalaya – Ghughri und Asha Kiran – Madanpur. Damit ist mein Besuch in der Nord-Provinz abgeschlossen.

Schwester Stella

Schwester Stella, die neue Generaloberin

Im Monat September 2011 habe ich die Gelegenheit wahrgenommen, um die Stationen in Mumbai zu besuchen. Die Schwestern leben mitten unter den Armen in den Slums und arbeiten dort an der Basis. Sie sehen die Notlage der Menschen und stürzen sich ganz in den Dienst an den Armen. Es tut weh, wenn man sieht, wie die Menschen in den überfüllten Slums leben, wie sie sich mühen und sich anpassen bei dem Versuch zu überleben. In den engen Wohnungen gibt es wenig Platz sich zu bewegen. Die alten Menschen haben kaum Platz sich auszustrecken und einen friedlichen Lebensabend zu verleben. Die Menschen arbeiten Tag und Nacht schwer, um die täglichen Ausgaben bezahlen zu können. In dieser Misere und Armut versuchen die Marys, die Bürde der Menschen zu erleichtern und den armen und leidenden Menschen beizustehen. Wie Mutter Anna Huberta sagte, "Eine Kerze brennt, schenkt anderen Licht und erlöscht. So müssen meine Marys sein." In jedem Moment bemühen sie sich, Sinn und Integrität in das Leben der Menschen zu bringen. Sie nehmen aktiv teil in pastoralen-, medizinischen- und Bildungsaktivitäten. Sie arbeiten für Frauenförderung, Fortschritt für Jugendliche, sie schützen die Rechte der Kinder und fördern das Bewusstsein über Rechte und auch über Missstände. Sie kümmern sich um Gesundheits- und Hygiene-Probleme, geben Tipps, wie finanzielle Krisen überwunden werden können. Mit Hilfe eines Arbeitsamtes finden sie Arbeitsplätze, und in der Kripa Academy bieten sie eine professionelle Ausbildung für Mädchen und Jungen an, die die Schule abgebrochen haben.
Für mich war jede Situation zum Weinen und herzzerreissend. Als ich die erbärmlichen Bedingungen sah, musste ich ständig Entscheidungen treffen, Antworten finden und nach Wegen und Möglichkeiten suchen, um Linderung zu finden für ihre traurigen Herzen und um alles Notwendige zu beschaffen.
Der Abwärtstrend in der Tee-Branche und der ständige Wechsel in Management haben Chaos, Armut und Schmerzen in das Leben der Arbeiter des Teeanbaugebietes in Madarihat, Jalpaiguri (West Bengalen) gebracht. Oft bleiben die Anlagen wochenlang geschlossen oder werden erst nach einer langen Pause wieder geöffnet. Dies führt zu steigender Arbeitslosigkeit, und leider werden die Armen nur noch ärmer.
Die Bildungsmöglichkeiten sind rar. Einige Kinder in dem Teeanbaugebiet von Madarihat und anderen Orten haben bis heute keine Schule gesehen. Viele verlassen die Schule nach der Grundschule. Die Kinder, die eine Schule besuchen, müssen kilometerweit laufen, um die Schule zu erreichen. In Madarihat gibt es besondere Förderkurse, um Kinder, die keine Schule besuchen, zu unterrichten. Die Schwestern planen, jungen Menschen den Umgang mit dem Computer beizubringen, so dass sie Arbeit finden und ihren Lebensunterhalt verdienen können.
In Ranchi (Bundesstaat Jharkhand) wurde dank Spenden aus Deutschland Land gekauft, um ein Haus für unsere Schwestern und ein Internat für die Mädchen der Ureinwohner zu bauen. Dieses Vorhaben bleibt immer noch ein Traum, der erfüllt werden soll. Hier sind die Menschen hauptsächlich Kleinbauern, aber der Transport und Verkauf ihrer Produkte ist schwierig. Es ist unser Ziel, die Mädchen dort auszubilden, da es eine unterentwickelte Gegend ist. Die Mädchen, die hier wohnen, haben keine Möglichkeit, eine Schule zu besuchen. Die Schulen sind weit weg und in städtischen Gegenden. Die Eltern können es sich nicht leisten, Schulgebühren und Beförderungskosten zu bezahlen. Die Familien fühlen sich unsicher, die Mädchen alleine in die Schule zu schicken wegen moralischer Gefahren. Es gibt keinen Strom und keine Transportmöglichkeiten. Außerdem müssen die Mädchen das Heim hüten, wenn die Eltern arbeiten. Analphabetismus ist hoch in diesen Gegenden. Unser Ziel ist es, der jüngeren Generation eine Schulbildung und alle nötigen Möglichkeiten zu geben, um eine Veränderung in dem Leben der Menschen zu erreichen.
Es gibt so viel zu tun in vielen Teilen Indiens. Bis heute gibt es in den ländlichen Gegenden keinen Strom oder der Strom wird oft abgeschaltet. Die Schwestern in Jignara behandeln Patienten mit Schlangenbissen ohne Strom. Wenn eine Mutter Geburtswehen hat, helfen unsere Krankenschwestern bei der Geburt im Licht von Kerosinlampen oder Kerzenlicht. Die meisten Notfälle werden bei flackerndem Licht behandelt. Es ist kaum vorstellbar, wie solche herausfordernde Situationen mit grossem Eifer und Sorge angenommen werden. Es ist Gott, der sie lenkt und inspiriert, für sein Volk zu arbeiten.
In Bhadohi, bekommen neben anderen Kranken Tuberkulose-Patienten besondere Aufmerksamkeit. Medizinische Untersuchungen werden durchgeführt, um andere Fälle zu entdecken, und regelmässig werden Medikamente und Nahrung an die Patienten verteilt.
In allen Stationen sind medizinische Behandlungsmöglichkeiten bisher kaum üblich oder sehr teuer. Aus diesem Grunde kommen die Menschen in unsere kleinen Krankenstationen. Die Menschen spüren Gottes Geist in der Arbeit der Schwestern. Patienten, die zu unseren Behandlungszentren in Ghughri und Madapur kommen, müssen weit über Berge und durch Täler laufen. Da es keine Brücken gibt, müssen sie während der Monsunzeit versuchen, die Flüsse zu durchqueren. Die Schwerkranken werden auf einer Bahre zu uns getragen. Die Patienten, die an Fieber, Durchfall, Erbrechen, usw. leiden. sind total erschöpft, wenn sie unsere Krankenstationen erreichen. Wir haben geplant, diesen Patienten, wenn sie zu uns kommen, nahrhaftes Essen zu geben, so dass sie wieder Kraft bekommen und gekräftigt wieder nach Hause gehen können. Für mich war es ein Moment, einen weiten Horizont zu erkunden. Bei all diesen Erlebnissen musste ich immer an das Charisma unserer Gründerin Mutter Anna Huberta denken, wenn sie von Gott sprach: "Versetze Dich in die Lage der leidenden Patienten, dann wird es für Dich einfacher, IHN und SEINE Leiden zu verstehen."
Es war für uns ein Privileg, ein Wohnheim für Mädchen in Karajgaon, Gangangaon zu eröffnen. Es ist ein Heim für Mädchen der Ureinwohner. Dreissig Mädchen wohnen bei uns und werden unterrichtet. Es liegt an einem sehr einsamen Ort. Transportmöglichkeiten sind unregelmässig, die Eltern sind Analphabeten und ihre Hauptbeschäftigung ist etwas Landwirtschaft und Schnapsbrennerei. Christian, Inge, Bernard, Vera und Christof (Mitglieder der Bartholomäus-Gesellschaft e.V.) nahmen an der Einweihungsfeier des Wohnheimes teil. Die Menschen dieser Gegend sind einfach und lieb und wohnen in totaler Armut. Es ist eine trockene Gegend. Trinkwasser und Wasser, um das Land zu bestellen, fehlen. Die Frauen und Mädchen müssten kilometerweit laufen, um Wasser zu holen. Also wurden in diesem Jahr drei Brunnen an drei verschiedenen Stellen gebohrt. Nun haben die Menschen reichlich Wasser zum Trinken und für andere Zwecke. Die Familien hier sind glücklich, da sie ein besonderes Geschenk und Segen bekommen haben. Wir planen hier zwei weitere Brunnen zu bohren.
In diesem Jahr haben wir zwei neue Stationen eröffnet. Am 13. Juni 2011 fingen wir mit der Arbeit in einer neunen Station in Gadhinlaj in der Diözese Sindhudurga-Maharashtra in der Süd-Provinz an. Unsere Schwestern dort treffen sich mit den Familien, hören zu bei ihren Problemen und beraten sie. Heutzutage gibt es mehr kaputte Familien, es gibt ständig Streit, Kinder sind getrennt von ihren Eltern. Scheidungen, kaputte Ehen, Egoismus nimmt in den Familien immer mehr zu und die alten Menschen werden allein gelassen und müssen für sich selbst sorgen. Aus diesen Gründen müssen wir dem Familien- und pastoralen Apostolat unsere besondere Aufmerksamkeit schenken. Die Schwestern suchen nach neuen Möglichkeiten, den Menschen dieser Gegend nach ihren Bedürfnissen zu helfen. Mit den Jahren werden viele unserer Schwestern älter und finden es aus gesundheitlichen Gründen schwerer, ihr Arbeitspensum zu leisten. Viele sind krank oder leiden unter einem "burn-out" Syndrom. Um unsere Arbeit weiterführen zu können, brauchen wir junge Mitglieder als Zukunftsträger für unsere Universale Kirche und unsere Kongregation. Aus diesen Gründen arbeiten wir daran, junge Mitglieder zu werben, die bereit sind, in viele Orte hinauszugehen, um für die Verbesserung der Situation der Armen und Bedürftigen zu arbeiten.
Wir ergriffen die Initiative, eine Station in Kheralu in der Zentralen Provinz zu gründen. Die Station liegt in der Diözese Gandhinagar im Staat Gujarat. Am 4. Juli 2011, dem Jahrestag des Todes unserer Gründerin, fingen wir, die Helpers of Mary, in dieser Station an zu arbeiten, um Gottes Liebe zu verbreiten. Die Menschen in diesem Ort sind Analphabeten. Sie sind sowohl sozial wie ökonomisch rückständig und politisch werden sie ausgebeutet. Es gibt einige getaufte Katholiken, aber sie sind nicht praktizierend. Sie sind hauptsächlich Kleinbauern. Die Kinder werden nicht zur Schule angemeldet. Eheschliessungen von Kindern finden statt. Die Schwestern sind ständig in Bewegung, um Kontakt zu den Menschen aufzubauen. Sie besuchen die Familien und versuchen, ihre Bedürfnisse und Schwierigkeiten herauszufinden, um ihnen zu helfen bei ihren Mühen und Verwicklungen.
Das Jahr 2011 ist ein segensreiches Jahr. Es ist ein ganz besonderes Jahr in der Geschichte der Helpers of Mary. Um sinnvoller zu funktionieren, uns zu entwickeln und Gottes Liebe in entlegenen Gegenden zu verbreiten und um den Samen der Liebe in die Herzen der Menschen zu säen, haben wir unsere Gemeinschaft in drei verschiedene Provinzen geteilt – die Nord-Provinz, die Süd-Provinz und die Zentrale Provinz. Zum ersten Mal organisierten wir Exerzitien und Zusammenkünfte der Oberinnen in diesen Provinzen. Die Schwestern trafen sich, planten, berichteten und setzten sich konkrete neue Strategien und Ziele für jede Provinz. Es ist für die Helpers of Mary eine Erfolgsgeschichte. Wir konnten unsere Stärken und unsere Schwächen erkennen und haben uns vorgenommen, daran zu arbeiten. Ein Ziel ist es, um neue Berufungen zu werben, um die Zahl der Schwestern zu mehren, dabei aber die Qualität der Berufungen immer vor Augen zu halten. Die Ausbildung der Schwestern bekommt immer mehr Aufmerksamkeit. Sie werden in Englisch, Umgang mit Computern, Schneidern, Montessori- und Lehrer-Ausbildung unterrichtet. In sowohl indischer wie auch westlicher Musik und Tanz werden regelmässig Stunden gegeben. Musikinstrumente wie Harmonium, Tabla und Orgel werden auch unterrichtet. Dies alles zusammen bedeutet, dass es ein langer Weg ist. In dem Regional Haus in der Nord-Provinz gibt es Mädchen, die zum College gehen und es sind auch einige, die das "Kommt und Seht Programm" besuchen.
In diesem Jahr waren es allein in der Zentralen Provinz 31.826 Patienten, in den Entbindungs-Kliniken 6.419 Patienten und stationär 2.071 Patienten. In unserem medizinischen Apostolat ist entschieden worden, digitale Röntgen-Untersuchungen, Krankenwagen, Psychiatrie und Neurologie-Ambulanzen anzubieten. Außerdem sollen die diagnostischen Möglichkeiten, die pathologische Abteilung und Gesundheitsbildung für Frauen und Kinder erweitert werden. Die Eltern von den Kindern in den Slum-Schulen sollen freie medizinische Check-ups bekommen. Medizinische Camps, allgemeine medizinische Check-ups, Bewusstseinsprogramme in Bezug auf Ernährung, Sexualaufklärung und AIDS sollen angeboten werden. Wir wollen Ambulanzen auch in anderen Krankenstationen mit verschiedenen ärzten anbieten, wie z.B. Gynäkologe, Orthopäde, HNO und Kinderärzten.
Andere Leistungen sind: Behandlung juristischer Fälle, Gründung von neuen Frauen-, Kinder- und Jugendgruppen, beanspruchtes Land frei zu bekommen, Wiederherstellung verkommener Strukturen, erweiterte Hilfe für Gruppen, die unter den Armutsgrenzen leben, und finanzielle Hilfe für Frauen. Die Zahl der Schulabbrecher ist kleiner geworden, Ernährungsprogramme für alte Menschen werden durchgeführt, Halb-Waise in den Dörfern bekommen finanzielle Hilfe zur Schulbildung, Computer-Kurse werden angeboten, in einigen Dörfern wurden "Bio-Dorf holistische Programme" durchgeführt mit dem Ziel, einen guten Umgang mit Wasser, Umgang mit Abfall, organische Bauernwirtschaft, Ende von öffentlicher Defäkation und vom Gebrauch von Plastik zu erreichen. Organisiertes Kunstfertigkeits-Training wie z.B. Sticken, Schmuck-Herstellung, Mahendi-Kurse, Schneidern, Mode-Design, usw. wurden auch angeboten.
In unseren Kinderheimen wurden verschiedenen Kurse und Arbeitskreise angeboten, wie z.B. Singen, Tanzen, Sport, Kerzenziehen, Grusskarten schmücken, Poster malen, Infos in Bezug auf Umweltschutz und Sexualaufklärung. Um die Kinder fit und gesund zu halten, wurden Yoga Kurse gegeben und es wird regelmässig geübt. Yoga hilft den Kindern, ruhiger zu werden und Stress und ängste zu überwinden. Verschiedene Wettbewerbe wurden organisiert, um die Begabungen der Kinder zu erkennen und weiter zu fördern. Religionserziehung findet auch statt. Die Wiederaufbereitung von Brauchwasser wird den Kindern auch beigebracht. Sie lernen moralische Werte. All dies wird mit Hilfe von audiovisuellen Programmen gemacht. Es hilft den Kindern, intellektuell zu wachsen und praktisch zu sein in jeder Situation, die sie in der Zukunft gut meistern müssen. Die Schwestern haben die Familien der Kinder besucht, um ihre Herkunft kennenzulernen und zu verstehen, und so die Kinder bei ihren Problemen und Schwierigkeiten zu ermutigen und ihnen zu helfen.
Vieles wird durch die Helpers of Mary getan. Wie ich schon sagte, sind die Schwestern im Familienapostolat sehr engagiert. Sie legen viel Wert auf diese Arbeit; die Familien zu erreichen und sich in der Jugendarbeit und in der Frauenförderung mit einzubeziehen. Sie haben eine enge Beziehung zu den Familien aufgebaut, weil sie die Kranken und Einsamen besuchen, ihre Probleme anhören und gemeinsam nach Lösungen suchen, und weil sie Junge und Alte in verschiedenen Vorträgen und Seminaren weitergebildet haben. Viele junge Mädchen und Jungen bekommen auch eine Berufsberatung und werden ermutigt, eine Arbeit oder eine Ausbildung zu beginnen. In jedem Moment versuchen wir, das Reich Gottes von Friede, Freude und Gerechtigkeit zu jedem Mensch zu bringen, und wir arbeiten mit dem Ziel, Leben zu fördern und ihm Würde zu geben.
Wegen Eurer beständigen Unterstützung, Eurer Sorge und Eurer grosszügigen Spenden können wir das Volk Gottes anrühren und heilen. Möge Gott Euch seinen Segen geben und Euch belohnen für Euer Interesse; für alles was Ihr für uns tut und uns gebt.

In tiefer Dankbarkeit,
Schwester Leela Sequira
Generaloberin

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Berichte aus Kenia flag Kenya

Erfahrungen in Kenia

Durch den Vorschlag von Pater George Grima aus Malta wurden die Helpers of Mary von der Diözese in Nakuru Kenia eingeladen. Pater George hilft auch unseren Schwestern in äthiopien - bei Ernährungsprogrammen.
Am 7.August 2008 kamen wir in Kenia an. Wir wurden in einem Haus einquartiert in dem die anderen Schwestern normalerweise vorübergehend untergebracht sind. Als wir hierher kamen, gab es keinen Bischof in Nakuru, da der alte in einer anderen Diözese Erzbischof wurde. Wir wurden gebeten, für das Waisenhaus Sorge zu tragen. Es ist 5km von unserer Unterkunft entfernt und es gab keine Transportmöglichkeit. Pater George wollte ein kleines Haus in der Nähe des Waisenhauses bauen, aber es fand sich kein passender Platz. Pater George hatte nicht genug Geld, um das Land zu kaufen.
Durch die Grosszügigkeit von Pater Ernst konnten wir dann ein Stück Land in der Nähe des Waisenhauses erwerben und auch ein Fahrzeug, so dass wir ohne grosse Probleme zum Waisenhaus fahren können.
Im Moment geht der Bau des Schwestern-Konvents und eines kleinen Hauses für im Hospital abgegebene Säuglinge voran. Es gibt hier viele Kinder, die abgegeben oder einfach von ihren Müttern getötet werden, weil diese nicht für sie sorgen können.
Wir kümmern uns zurzeit um Waisenkinder. Es gibt 16 Grundschüler, 10 in der Sekundär Stufe, und 4 von ihnen widmen sich technischen Studien. Es gibt Jungen und Mädchen im Waisenhaus. Niemand sorgte bisher für sie. Gemessen am Platz, sind wir in der Lage uns um bis zu 100 Kinder zu kümmern. Wir müssen eine Klinik für die Menschen eröffnen, denn es gibt keine angemessenen medizinischen Einrichtungen in der Nähe. Die Menschen müssen bis zu 5km reisen um Medizin zu erhalten, und sie müssen diesen Weg zu Fuss zurücklegen, da es keine anderen Reisemöglichkeiten gibt.
Wir sind aber auch zu Treffen in der kleinen Christlichen Gemeinde eingeladen. Dort begegnen sich die Menschen um zu beten und Probleme auszutauschen.
Arbeitslosigkeit ist das grösste Problem. Auf Grund des Mangels von Regen und Wasser können Sie weder sich noch das kleine Stück Land, welches einige von ihnen besitzen, pflegen.
Wir müssen auch den Frauen und Mädchen mehr Aufmerksamkeit schenken. So können wir sie stärken auf eigenen Beinen zu stehen. Wir haben festgestellt, dass es hier viele alleinstehende Mütter gibt, die dafür kämpfen, sich um ihre Kinder kümmern zu können. Nach ihrer Kultur können sie Kinder haben bevor sie verheiratet sind, werden von den Männern aber dann oft verstossen. Die Bürde sich um die Kinder zu kümmern fällt dann natürlich den Frauen zu. Scheidungen sind hier sehr verbreitet. Viele Kinder werden auf Grund von ungewollten Teenager-Schwangerschaften ausgesetzt oder sogar getötet.
Eine andere sehr verbreitete Sache hier ist die Beschneidung. Die Mädchen sind einfach gezwungen die Beschneidung zu machen. Es ist Brauch - insbesondere in einem der Hauptstämme. Die meisten gebildeten Eltern in den Städten lassen ihre Töchter nicht mehr beschneiden. Aber die Jungs sind, mit Ausnahme eines Stammes, alle beschnitten.
Die Mehrheit der Kenianer sind Christen. Aber die Stammeskonflikte sind sehr stark zwischen ihnen. Wenn es einen Konflikt gibt, fangen sie an gegeneinander zu kämpfen und sich zu töten. Die meiste Zeit halten die Politiker die Menschen dazu an. Im letzten Jahr forderte die Gewalt bei der Hauptwahl viele Leben und heute sind viele Menschen vertrieben und leben in Lagern. Der christliche Glaube ist nicht in der Lage, den Instinkt des Stammesdenkens von diesen Menschen zu nehmen (die Rivalität zwischen ihnen). Sie fürchten sich gegenseitig auf der Basis des Tribalismus. Wenn es irgendeine Feindschaft zwischen ihnen gibt nehmen sie Rache, wann immer sie Gelegenheit dazu erhalten.
Es besteht jedoch überall in Kenia grosser Respekt gegenüber katholischen Priestern und Schwestern. Als wir aus Indien hier am Flughafen in Kenia ankamen, erzählten wir ihnen, dass wir katholische Missionare sind, und sie erlaubten uns zu passieren ohne unser Gepäck zu durchsuchen.
Im Ganzen betrachtet sind die Menschen hier sehr gemütlich und freundlich. Wir fühlen uns bereits zu Hause bei diesen Menschen. Ihre Liturgie ist lebendig und aktiv mit Tanz und Gesang. Dieser dauert immer zwei Stunden, speziell am Sonntag und Feiertagen. In all diesen Aktivitäten sind wir eins mit ihnen und wir beginnen diese Menschen zu lieben.
Wir tun unser bestes diese Menschen zu beschützen. Hier sind wir die Schwestern Kenias, aber die meisten sind engagierte Lehrer und arbeiten im Büro der Diözese oder in andern Instituten in Nakuru, wo sie Geld verdienen. Der Geist unseres Dienstes ist noch nicht in ihrem Leben angekommen. Nur die ausländischen Missionare leisten denselben Dienst wie wir für die Menschen hier. Das sind unsere Erfahrungen aus den acht Monaten Aufenthalt in Kenia.

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Berichte aus Äthiopien flag Ethiopien

Kurze Geschichte der Gemeinschaft der Helpers of Mary in Äthiopien

Die Sozietät der Helpers of Mary ist eine religiöse Gemeinschaft, die von Mutter Anna Huberta Roggendorf gegründet wurde. Der Orden wurde 1948 in Indien ins Leben gerufen, um armen und bedürftigen Kindern in den Slums von Bombay zu dienen. Die Gemeinschaft vergegenwärtigt sich der gesamten menschlichen Entwicklung der Hilfsbedürftigen, indem sie zu denjenigen hingeht, denen von keinem anderen geholfen wird, die arm, vergessen und ausgegrenzt sind. Heute arbeitet die Gemeinschaft in 14 indischen Staaten in verschiedenen Sozial-, Bildungs- und Pastoralzentren. Die Gemeinschaft hat grosse Erfahrung gesammelt in der Arbeit mit Menschen, die an der Hansens Krankheit (Lepra) leiden, mit HIV infizierten Kindern, in Seniorenheimen, Kinderheimen und in Aktivitäten zur Befähigung von Frauen und Kindern.
Nachdem die Gemeinschaft sich über ein halbes Jahrhundert ausschliesslich um die Menschen in Indien gekümmert hat, wagte sie es 1999, ihre Arbeit nach Äthiopien auszuweiten. Auf Einladung des verstorbenen Bischofs Leonardus Dobblaar kamen vier Schwestern nach Sakko, das 700 km von der Hauptstadt entfernt ist, um ihre erste Überseemission zu gründen. Die Fahrt von der Hauptstadt nach Sakko über unebene, hügelige Strassen dauerte zwei Tage. Hinter Sakko gab es nichts mehr. Aber in Sakko warteten Menschen auf die Ankunft der Helpers of Mary. Die Marys haben Sakko mit neuen Ideen und Initiativen in den Bereichen Gesundheit, Bildung, geschlechtsspezifischer Probleme, Obhut von Waisen und anderer humanitärer Hilfen wiederbelebt. Es war der Anfang einer neuen ära für die Marys und für die Oromo, die ethnische Gesellschaft, in der die Schwestern engagiert arbeiten.
2003 erweiterte die Gemeinschaft mit einer Verstärkung ihrer apostolischen Aktivitäten ihr Arbeitsgebiet nach Konchi. Die Menschen dort wurden nicht nur gestärkt für ihr Leben, sie sahen mit der Ankunft der Marys auch neue Hoffnung und Wachstum. Nun sind es schon 8 Jahre, dass die Schwestern selbstlos dort den Menschen dienen und die Bemühungen der Schwestern haben schon Früchte getragen.
2006 fingen die Marys bei den Gedeos in der Sidamo-Gegend von äthiopien an zu arbeiten. Es war ein mutiger Schritt, den vergessenen Gedeos, die wie Schafe ohne Hirte lebten, dienen zu wollen. Der ganzheitliche Ansatz der Schwestern ermöglicht diesen Menschen, ihre verlorene Würde wiederzufinden.

schwestern äthiopien

Der Höhepunkt der letzten zehn Jahre der Marys in äthiopien wurde 2008 erreicht, als ein Regional- und Ausbildungshaus in Addis Ababa, der Hauptstadt äthiopiens, eröffnet wurde, um die Möglichkeit zu haben, die Ausbildung junger äthiopischer Marys zu koordinieren. Das Haus hilft auch den Schwestern, die in den entfernten Stationen arbeiten, mit Liebe und Umsicht ihre Hilfe zu leisten.
Es war wirklich eine Dekade unübertroffenen Wachstums und der Ausbreitung. Es ist beachtenswert, dass 12 engagierte Marys in 4 Stationen mehr als 25.000 Menschen betreuen. Durch folgende Aktivitäten und Möglichkeiten wird den Menschen geholfen:

  • 5 Kliniken mit 15 Impfnebenstellen. Heil- und Vorsorgedienste, Mutter und Kind
    Gesundheitsprogramme und Ernährungsbewusstseins-Programme sind auf der Agenda.
  • 3 Schulen für 2.300 Kinder von der ersten bis achten Klasse
  • 9 Kindergärten, wo 900 Kinder frühkindliche Erziehung geniessen und lernen, in einer
    gesunden Umgebung zu spielen und zu essen.
  • 2000 Frauen sind in Gruppen mit Spar/Kredit- und Einkommen schaffenden Aktivitäten, um ihre wirtschaftliche Situation zu verbessern
  • 600 Waisen oder Halbwaisen bekommen eine Schulbildung, werden gekleidet und ernährt
  • In Handarbeitszentren zur Herstellung von Motivkarten und Rahmen aus Bananenblättern
    in Sakko und Aramo gibt es Arbeit für 40 Frauen.
  • 900 Kinder bekommen tägliche Mahlzeiten in allen Kindergärten.
  • 80 unterernährte Kinder bekommen täglich nahrhaftes Essen.
  • 150 Kinder mit verschiedenen Behinderungen werden unterstützt und gepflegt.
  • Zwei Traktoren arbeiten in der Landwirtschaft und sind Transportmittel in den
    landwirtschaftlichen Gemeinden. Sie helfen, die Nahrung zu sichern.
  • 340 alte Menschen bekommen monatlich kleine Spenden zum Lebensunterhalt.
  • 1.500 Menschen, die unter Elephantiasis leiden, werden besonders versorgt durch
    Fußwaschungen, Schuhherstellung und Einkommen schaffenden Massnahmen.
  • 3 Kornmühlen, 1 ölmühle, kleine Geschäfte und 1 Lebensmittelgeschäft sind für
    Frauen errichtet worden.
  • Unterstützung- und Rehabilitationsarbeit während Notsituationen wie Dürre oder
    Hungersnot
  • Hilfe für Menschen, die unter Kropf leiden, durch Salzverteilung und notwendige
    medizinische Hilfe

Wenn wir auf die Fortschritte und die verschiedenen Aktivitäten, die der Gesellschaft ganzheitliche Hilfe bieten, können wir nur Gott danken und auch den vielen Freunden und Spendern, die das echte Rückgrat aller unserer Aktivitäten sind. Ohne sie wäre unser Traum von einem besseren äthiopien nur auf dem Papier. Wir schulden allen unseren Freunden Anerkennung und Dank und freuen uns auf eine weitere Unterstützung und Kooperation. Wir widmen ihnen unsere Arbeit der letzten 10 Jahre.

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Noviziat in Addis Abeba eröffnet

Der 15. Oktober war für die Helpers of Mary in Äthiopien und Indien ein freudiger Tag. Wir haben das erste Noviziat in Afrika, das 2. Noviziat für die Gemeinschaft eingeweiht. Diese jungen Mädchen sind schon 3 Jahre bei uns und sie haben versucht ihre Berufung zum religiösen Leben zu verstehen. Das Fest fiel zusammen mit dem Fest der Hl. Theresa von Kind Jesus, die eine kontemplative Frau und eine Reformerin in der Kirche war, ein wahres Vorbild für diese jungen Mädchen, kontemplativ in Aktion zu sein.
Wir hatten eine einfache aber bedeutungsvolle eucharistische Feier, gefolgt von der Einweihung der Kapelle im Noviziat. Wir genossen ein leckeres Mittagessen und Kaffee. Die Schwestern aus Sakko, Konchi und Aramo waren mit dabei.
Unsere Dankbarkeit gilt allen Schwestern, Lehrern, Freunden aus Deutschland und den Gönnern der Gemeinschaft, die sie ermutigt haben, diesen Lebensweg zu wählen. Besonders danken wir den Schwestern Leela, Rani, Indu, Alphonsa und anderen für ihre stetige Ermutigung und Unterstützung.
Bitte betet für sie. Wenn es Gottes Wille ist, werden wir in zwei Jahren ausländische Einheimische als Mitglieder in der Gemeinschaft der Helpers of Mary haben.
In Liebe und Dankbarkeit

Schwester Stella, Schwester Jessy und alle Schwestern

  • Novizinnen 1 Novizinnen 1

    Novizinnen 1

  • Novizinnen 2 Novizinnen 2

    Novizinnen 2

  • Novizinnen 3 Novizinnen 3

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  • Novizinnen 5 Novizinnen 5

    Novizinnen 5

  • Novizinnen 4 Novizinnen 4

    Novizinnen 4

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