Das Projekt Elephantiasis:
Die Krankheit Elephantiasis
Elephantiasis ist eine chronische Erkrankung des Lymphsystems, die in Äthiopien durch Aluminiumsilikat im Erdreich verursachte wird. Es kommt dabei zu einer Blockade des Lymphflusses, weshalb diese auch - nicht einmal mit einem Antibiotikum - nicht heilbar ist. Lediglich eine Reduzierung der Symptome (nämlich dünnere Füße, die in die maßgeschneiderten Schuhe passen) ist durch regelmäßige, mindestens zweijährige Behandlung möglich. Die betroffenen Körperteile schwellen durch extreme Wucherungen des Bindegewebes stark an.Das Projekt
Das Projekt „Elephantiasis“ wird an drei Standorten in Westen von Äthiopien für ca. 1.800 Menschen durchgeführt:
• Konchi
• Sakko
• Karro
Das Projekt „Elephantiasis“ wurde im Herbst 2006 gestartet. Anfang 2007 erfolgte die Ausbildung der Schuhmacher in Addis Abeba und es wurde danach mit der Fertigung der Spezialschuhe begonnen. Es entstanden zwei kleine Schuhmacherwerkstätten.
Geplant wurde das Projekt für 1.800 Menschen:
Ausbildung von vier Schuhmachern 4x300 Euro 1.200 EuroHerstellung Salben und Tinkturen 2.500 EuroKauf von Standardschuhwerk für 1.080 Patienten (2 Paar) 25.900 EuroAnfertigung von Spezialschuhen für 720 Patienten (2 Paar) 50.000 EuroGesamt: ca. 80.000 Euro
Die Nähmaschine, Garne, Klebstoffe und Leder wurden so gekauft, dass alle 2000 Patienten nur zweimal jährlich mit maßgeschneiderten Schuhen ausgestattet werden können. Geschwolle Füße können so vor neuen Infektionen geschützt und medizinisch behandelt werden.Die Herstellung der Schuhe
Das Schuhlager
Die Anprobe
Mitike Tushome
Trotz intensiver Bemühungen zur Vorbeugung und Bekämpfung dieser Krankheit, können einige schwere Fälle nur noch mittels Operation gelindert werden. Am Beispiel von Mitike Tushome (18 Jahre)ist die Elephantiasis im höchsten Grad ausgeprägt gewesen. Die Waise stand kurz vor der Amputation ihrer Füße. Sie konnte weder Schuhe tragen noch laufen. In einer Spezialklinik in Addis Abeba wurden bei einer OP die wilden Fleischwucherungen entfernt, so dass sie nun wieder gehen und sogar die speziell angefertigten Schuhe tragen kann. Die Kosten der OP und der Krankenhausaufenthalt in Höhe von 1.000 € wurden von den Spendengeldern der Bartholomäus-Gesellschaft e.V. getragen.
Mitike vor der Operation Mitike nach der Operation Mitike kann wieder Schuhe tragen














